Offene Gartenpforte - Was ist das?
Unter dem Begriff „Offene Gartenpforte" werden in Deutschland und anderen europäischen Staaten Aktionen zusammengefasst, in denen private Gartenbesitzer ihr „Grünes Reich" an festgelegten Terminen (meist einmal pro Jahr bzw. auch auf Anmeldung) für interessierte Besucher öffnen.
Die Initiative wurde in den zurückliegenden Jahrzehnten auch außerhalb Englands (dort meist ohne sozialen Zweck) ein Erfolg und findet regen Zuspruch. In Deutschland öffnen bei dieser jährlichen Aktion in den unterschiedlichsten Regionen bereits mehrere Tausend Gärten.
Im Juni 2008 wurden in Dresden im Rahmen dieser Aktion erstmalig private Gärten für Besucher geöffnet.
Die Gartenbesitzer, in deren Gärten sich Mensch, Tier und Pflanze gleichermaßen wohl fühlen wollten zeigen, dass Gärten „Wohnräume unter dem Himmel" sein können. Dafür braucht es den oder die großen Bäume, die Schatten spenden, blühen, duften, die Jahreszeiten an der Farbe des Laubes erkennen lassen und Lebensraum für Vögel und anderes Getier bieten. Eine dichte und abwechslungsreiche Bepflanzung lockt Schmetterlinge und eine Vielzahl von Insekten an. Und der Igel sollte nicht nur im Sommer durchs Gelände streifen können, sondern auch im Winter unter Laub und Reisig einen sicheren Schlafplatz finden.
Die Wiese, auf der die Kinder spielen und die Liegestühle stehen, gehört genau so dazu wie die Blumenrabatte, die Rosen, das Kräuterbeet, der Obst- und Gemüsegarten.
Es gibt der Möglichkeiten unendlich viele, einen Garten zu gestalten. In klassischer oder moderner Ausführung, im Schatten oder in der Sonne, mit oder ohne Wasser kann jeder aus dem ihm anvertrauten Stück Erde unabhängig von dessen Größe ein kleines (oder größeres) Paradies entstehen lassen. Denn:
„Es ist ganz gleich, ob ein Garten klein oder groß ist.
Was die Möglichkeit seiner Schönheit anbetrifft,
so ist seine Ausdehnung gleichgültig." (Hugo von Hoffmannsthal)
Lassen wir die Welt durch unsere Gärten ein kleines Stück schöner, liebens- und lebenswerter werden!

